Eine gut besuchte Informationsveranstaltung zum Thema Frauen in der Kommunalpolitik und zur anstehenden Kommunalwahl führte die CDU Wurmberg am Sonntagmorgen im Gemeinschaftsraum des Betreuten Wohnens in Wurmberg durch.

Zur besten Frühschoppenzeit konnte der Vorsitzende der CDU Wurmberg rund 35 Zuhörerinnen und Zuhörer im vollbesetzten Gemeinschaftsraums des Betreuten Wohnens in Wurmberg begrüßen, darunter die Referentin zum Thema Frauen in der Kommunalpolitik Miriam Schimmele und der Obmann der CDU Kandidatenliste für den Kreistag im Wahlkreis VIII, der Wimsheimer Bürgermeister Mario Weisbrich begrüßen. Daneben nahmen auch weitere CDU Kandidatinnen und Kandidaten für den Kreistag und die Gemeinderatswahl am 26. Mai an der Veranstaltung teil.

Die stellvertretende CDU Kreisvorsitzende Miriam Schimmele referierte zu Beginn der Veranstaltung zum Thema Frauen in der Kommunalpolitik. Sie erinnerte an die jetzige Situation in den Kommunalparlamenten in denen lediglich ein Frauenanteil von 23,4 % zu verzeichnen sei und den es daher gilt zu verbessern. Hierbei zeigte sie u.a. auf, dass nicht nur in den gewählten Gremien die Frauen unterrepräsentiert sind, sondern auch bereits auf den Kandidatenlisten selbst. Die Gründe hierfür seien sehr vielschichtig und lägen oft, aber nicht immer in dem Rollenverständnis von Mann und Frau. Durch die mit der klassischen Rollenaufteilung verbundene Dreifachbelastung von Familie, Beruf und Haushalt führen nach ihrer Erfahrung viele Frauen an, dass ihnen keine Zeit mehr für Politik und Gremienarbeit bleibe. Zudem trauen sich laut Frau Schimmele Frauen oftmals weniger zu als Männer, die auch mal nach dem Motto vorgehen „dann versuche ich es halt mal“. Frau Schimmele warb eindrücklich in ihrem Vortrag dafür, dass es nicht nur von der CDU ein Ziel sein muss, dieses Klischeedenken zu überwinden. Nach ihrer Beobachtung werden in Gremien mit einer hohen Anteil weiblicher Mitglieder oftmals ein sehr viel harmonischerer Umgang gepflegt als in „reinen Männerrunden“. Zudem liegen viele Themenbereiche, wie Gesundheit und Bildung, Frauen stärker als Männer bzw. können Frauen wichtige Bausteine zu Lösungsansätzen zu diesem Themen liefern.

Im Anschluss an das Referat berichtete der Wurmberger CDU Vorsitzende Gerhard Hermann von seinen Erfahrungen im Vorfeld der Kandidatensuche für die CDU Liste zur Gemeinderatswahl am 26. Mai 2019. Man habe leider nur zwei Frauen für die Kandidatur gewinnen können, obwohl man eine deutlich größere Anzahl an Frauen angesprochen habe. Die Gründe für die Absagen deckten sich hierbei mit denen welche Frau Schimmele in ihrem Vortrag angeführt habe. Dies ist aus seiner Sicht umso bedauerlicher, da auf der CDU Kandidatenliste für die Gemeinderatswahl zwei Plätze unbesetzt geblieben sind.

Mario Weisbrich ergänzte im Anschluss seine Erfahrungen von der Kandidatenfindung im Wahlkreis VIII für die Kreistagswahl. Er berichtete, dass auf dieser Liste sogar mehr weibliche als männliche Kandidaten vertreten sind(5 zu 4). Er brachte seine Freude und seinen Wunsch zum Ausdruck, dass dieses ausgeglichene Kandidatenangebot sich auch im Wahlergebnis niederschlagen wird. Anschließend referierte er über die aus seiner Sicht wichtigsten Themen der anstehenden Kreistagswahl. In den Mittelpunkt stellte er hierbei die Themen „Erhalt der Kreiskrankenhäuser“, „Ausbau des Angebotes im ÖPNV“ und „Stabilisierung der Kreisfinanzen“.

Zum Abschluss der Veranstaltung wurden noch einige Wurmberger Kommunalwahlthemen besprochen. Es zeigte sich hierbei, dass mit dem von der CDU Wurmberg forcierten Thema der Errichtung eines Verkehrskreisels an der Kreuzung Wimsheimer Straße / Uhlandstraße viele Bürger angesprochen werden und von der CDU eines der drängendsten Themen der Wurmberger Ortspolitik aufgegriffen wurde. Man war sich aber auch einig, dass bis zum Anrücken der ersten Bagger beim Land noch viel Überzeugungsarbeit notwendig sein wird und man viele „dicke Bretter durchbohren“ wird müssen. Der Vorsitzende rief daher am Ende der Veranstaltung alle Anwesenden auf, die laufende "Unterschriftenaktion Kreisverkehr" zu unterstützen und hierfür aktiv zu werben. Nur mit einer sehr hohen Anzahl an Unterschriften wird es möglich sein, die Verantwortlichen auf Landesebene zum Einlenken in dieser Angelegenheit zu überzeugen.


Gerhard Hermann begrüßt Miriam Schimmele


Mario Weisbrich bei seinem Statement


Blick in den vollbesetzten Veranstaltungsraum

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